Aktuelle Wirtschaftslage und Immobilien
Die Immobilienpreise steigen bisher 2026 zumeist wieder – doch Experten warnen vor einem teuren Fehler beim Verkauf.
Wer eine Immobilie verkaufen will, muss ihren Wert kennen. Genau da machen viele Verkäufer einen großen Fehler. Wer zu teuer in den Markt geht, bekommt schnell Probleme mit dem Verkauf.
Die Immobilienpreise steigen auch im Jahr 2026 wieder moderat an. Nach Korrekturen in den letzten Jahren erwarteten Experten dieses Jahr wieder einen leichten Anstieg der Preise zwischen zwei und vier Prozent. Die Erwartungen bestätigten sich überwiegend. Doch die weitere Entwicklung bleibt ungewiss. Hohe Energiepreise und eine steigende Inflation könnten die Nachfrage auch wieder bremsen und zu sinkenden Preisen führen.
Ein großes Problem beim Immobilienverkauf ist nach Meinung vieler Experten der Umstand, dass viele Besitzer einer Immobilie ihren Wert überschätzen. Das hat bei einem Verkauf unangenehme Folgen. Wer zu hoch beim Verkaufspreis einsteigt, muss mit ausbleibendem Interesse und einer langen Standzeit rechnen – das macht die Immobilie dann schnell zu einem Ladenhüter, bei dem potenzielle Interessenten dann Mängel oder Schäden vermuten könnten.
Bei der richtigen Einschätzung des Wertes einer Immobilie sollte man nicht den Fehler machen, diese anhand der hohen Preise in den Jahren 2020 bis 2022 zu bewerten, so die Experten. Wichtig sei es, die aktuelle Marktlage realistisch zu bewerten und sich aktuelle, vergleichbare Objekte zu suchen, um den richtigen Preis zu finden.
Um einen realistischen Kaufpreis zu finden, sollte man sich deshalb auf die Expertise von regionalen Spezialisten verlassen, die die Lage vor Ort richtig einschätzen können. Neben der Lage spielen eben auch Infrastruktur und Anbindung eine wichtige Rolle sowie Ausstattung und Modernisierung. Zunehmend rückt ferner die Energieeffizienz einer Immobilie in den Fokus, die insbesondere bei jüngeren Käufern besonders beachtet wird. Laut jüngsten Studien bringt die energetische Sanierung einer Immobilie im Durchschnitt einen Wertzuwachs von 23 Prozent.
Auch die Immobilienfinanzierung spielt heute eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines Objektes. Lagen die Zinsen bis 2021 noch auf äußerst niedrigem Niveau von bis zu einem Prozent, müssen heute wieder bis zu vier oder fünf Prozent für einen Immobilienkredit aufgebracht werden. Das führt auch dazu, dass Interessenten potenzielle Objekte besonders kritisch prüfen und dass Verkäufer ihre Preise an die Zahlungsmöglichkeiten der Kunden anpassen müssen.
Auch die Präsentation einer Immobilie ist entscheidend beim Verkauf. Ungünstige Fotos oder auch unverständliche oder lückenhafte Exposés behindern den Verkauf. Hier zahlt sich die professionelle Aufbereitung durch einen Fachmann aus. Dieser kann eben auch die aktuelle Marktlage, die lokalen Gegebenheiten und den Zustand der Immobilie richtig einschätzen. Wer also erfolgreich und zügig seine Immobilie an den Mann bringen will, sollte auf professionelle Beratung, eine realistische Preisfindung und auch eine zielgruppengerechte Vermarktung setzen.
Ihr Tobias Mangold
Geschäftsführer
Mangold Immobilien GmbH
